Die Heilige Quelle St. Leonhards zwischen Erinnern & Vergessen:

Lasst uns der Würde des Ortes ganzheitlich gedenken!

Der St. Leonhards-Gnadenbrunnen mit dem ehemaligen Altarstein römischer Herkunft umgedreht als Brunnentrog und der prächtigen & symbolträchtigen Heiligen-Statue St. Leonhards von Noblat obenauf aus dem 19. Jahrhundert steht offiziell unter Bayerischem Denkmalschutz (Zustand im Jahre 2017)

Die St. Leonhards-Erinnerungskultur ist seit dem 9. März 2017 ein ganzheitshistorisches Projekt von Sebastian Kühn. Als Ganzheitlicher Historiker darf ich in Demut & Dankbarkeit seit meinem besonders intensiven seelischen Erleben am Gnadenbrunnen des Lebendigen Wassers die Ideale der Heiligen Quelle St. Leonhards vertreten. Wie auch bei anderen Quellen-Orten im kulturellen Gedächtnis, z. B. der Drei-Bethen-Quellen, konzentriere ich mich auf das Dienen, d. h. die St. Leonhards-Quelle als Historischer Quellen-Ort ist Teil des Ganzen; die St. Leonhards-Erinnerungskultur ist Teil meines Netzwerkprojektes Refugium des Lebendigen Wassers. Mit gesundem Menschenverstand als tiefgründiger, hochsensibler & empathischer Analyst und vor allem als Historiker ist hier wie dort heilsame Kritik das wichtigste Mittel der Wahl, um im potenzialorientierten Denken spirituelles Wachstum zu schaffen. Mit anderen Worten: wo viel Licht ist, ist auch Schatten.

„Ich deklariere mit der St. Leonhards-Erinnerungskultur den Historischen Quellen-Ort als mein feinstoffliches Freilichtmuseum: Gemeinsam mit dem kulturellen Erbe bin ich von ganzem Herzen dankbar als Hüter & Energiekanal zu dienen und die Menschen hier führen zu dürfen.“

Der Quellenspürer

Die St. Leonhards-Erinnerungskultur ist der Heiligen Quelle St. Leonhards von Noblat & der kulturhistorischen Phänomenologie des Ortsgeistes (Genius Loci) gewidmet. Aufgrund der historischen Überlieferungen und der Erinnerung an den Heiligenkult des fränkischen Heiligen als Schutzpatron trägt die Quelle mit Fug und Recht im kollektiven Gedächtnis den Status einer „Heiligen Quelle“: Die „Wundertätigkeit“ der Heilquelle ist durch Votivtafeln belegt; die positive Wirkung des hochenergetischen Eisenwassers bis in die 1920er Jahre in einem medizinisch betreuten Badebetrieb erfahren worden: bis heute wird es vom Gnadenbrunnen des Lebendigen Wassers in mündlicher Überlieferung für Mensch & Tier als höchst speziell erlebt & wahrgenommen.

Ohne jeden Zweifel handelt es sich bei dem St. Leonhards-Gnadenbrunnen unter Berücksichtigung der Landschaftsmythologie um einen geomantisch außergewöhnlichen Ort. Der sensible Quellen-Ort am Fuße der Bayerischen Alpen in einem Landschaftsschutzgebiet als öffentlicher Trinkwasserbrunnen (seit Jahrzehnten im Privatbesitz) hat nach meinen aufmerksamen Beobachtungen mit dem Freundeskreis der St. Leonhards-Quelle, also jenen Menschen, die diese Heilige Stätte immer und immer wieder begehen, in den letzten Jahren durch verschiedene Einflüsse, z. B. ästhetisch gesehen, durch direkte Umwelteinflüsse auf zumeist auch subtile Weise durchaus gelitten bzw. eine stiefmütterliche Behandlung erfahren. Jede empfindsame Person mit Empathie für diesen Heiligen Ort kann dies spüren. Diese spürbare ästhetische Misere ist sicherlich im Kontext des Cartesianischen Dualismus zu sehen, wonach der Mensch sich als „Herrscher und Besitzer der Natur“ (René Descartes) aufgeschwungen hat und die vorgefundene Natürlichkeit bearbeitet. Die gegenteilige Position wäre das Göttliche in der Natur zu sehen, so wie es der Philosoph De Spinoza betonte und damit die Seele des Ortes (von St. Leonhardspfunzen) in besonderer Art & Weise anzuerkennen, wie es alte Naturvölker in animistischen Hochkulturen stets als selbstverständlich erachteten, z. B. in Zeremonien, um der Heilquelle und seiner „Wundertätigkeit“ zu huldigen.

Jeder möge z. B. selbst entscheiden, ob es angemessen ist, wenn in der St. Leonhardskapelle Vibrationen durch einen vorbei fahrenden Gabelstapler deutlich wahrgenommen werden können – wie ich selbst erlebte – und so Menschen in ihrem spirituellen Leben, im Gebet oder in der Meditation, empfindsam gestört werden. Es ist fraglos betrüblich so etwas erfahren zu müssen. Eine industrielle Überlagerung zur Essenz des Heiligen Ortes & kulturellen Erbe ist unbestritten. Wäre es nicht vernünftig für den Heiligen Ort und seine Menschen versöhnlich & gemeinwohlorientiert, wenn störende Einflüsse vollständig zurückgezogen werden würden? Hier besteht fraglos ein Potenzial. Kulturwissenschaftlich & anthroplogisch gesehen ist fraglos eine Grenze zwischen der Wirtschaft und dem Heiligen Ort als Kulturelles Erbe zu ziehen.

„Ob solche Gnadenbrunnen verkauft werden sollten, möge der Leser selbst entscheiden“

Siegfried Grabowski (Die Heilkraft der Wallfahrtsorte)

Der sakrale Quellen-Ort hat eine besonders gemeinwohlorientierte Gestaltung verdient, denn die geschichtsträchtige St. Leonhards-Quelle ist urtümlich ein freier Quellen-Ort, der in seinem Milieu auch in vorchristlicher Zeit schon Beachtung gefunden haben sollte, in jedem Falle könnte. Durch die sagenhafte Erscheinung des Heiligen Leonhard und die dokumentierten oder mündlich überlieferten Heilungen ist sie ein ganz exklusiver Ort der Gotteserfahrung für das Seelenheil. Sie ist ein sakraler Ort zum Innehalten – gerade in schwierigen Zeiten. Mit sozialer Verantwortung gegenüber dem Wasserheiligtum St. Leonhards, dem kulturellen Erbe mit Selbstreflexion & Achtung zu begegnen, ist sicherlich höchst angemessen.

Wie kann es sein, dass der Heilige Ort St. Leonhards – einst in großer Natur-Idylle als Wallfahrts- & Kurort wertgeschätzt – heute nicht so respektiert und gepflegt ist?

Unschöne baufällige Gebäude, Gabelstapler, Paletten, zu viele Parkplätze, künstliche Geräuschentwicklungen, Piepgeräusche & abendlich „bläuliche“ ungesunde Beleuchtung gegenüber des Brunnens zeigten dem außenstehenden Betrachter in den letzten Jahren ein eher trauriges & düsteres Bild… es bedarf hier am sensiblen Quellenort vor allem Eines; Tiefenempathie, Quellen-Verehrung & Heimatpflege für eine außergewöhnliche Gnadenstätte – in der Ehrfurcht vor allem Lebendigen!“

Meine Beobachtungen mit den Besuchern vom Gnadenbrunnen St. Leonhards

Mit anderen Worten: Das Potenzial ist riesig. Quellen-Verehrung als solches konnte aus meiner Sicht in der Zeit der Betreuung vor Ort nur ansatzweise erkannt werden. Oft sind es gerade jene Menschen, die mit ihm heimatlich auf einer Ebene verbunden sind & das Wunderbare in der Geschichte sowie ihrem Gedächtnis erkennen, die Aura des Ortes & das unbehandelte historisch verbürgte Heilwasser rituell mit allen Sinnen spüren (wollen), z. B. im bewussten Auswaschen der Augen oder in einer Fußwaschung etc.. In jedem Falle gibt es in der mündlichen Überlieferung von den Menschen immer wieder viel Verständnis & Mitgefühl für den Heiligen Ort & gleichzeitig nachvollziehbare Kritik mit dem Umgang vor Ort. Dies zeigt sich in der lebensweltlichen Ebene immer wieder, wenn bewusste Quellenbesucher, die sich heimatlich mit dem Quellen-Ort besonders verbunden fühlen, ihren Unmut kundtun, z. B. die direkt fehlende Naturbelassenheit durch Zupflasterung oder im Sommer 2018 als die berühmte Heiligen-Statue St. Leonhards, die unter Denkmalschutz steht, plötzlich spurlos für einige Wochen verschwunden war…! Diese Sorgen durch unreflektierte Handlungen wirken sich natürlich dissonant aus. Diese und andere überaus verständliche Kritik habe ich mit sozialer Verantwortung konstruktiv & klar weiter getragen, während meiner wissenschaftlichen Beratung vor Ort im Jahr 2017 und danach: Das bisherige Ergebnis ist eine im Tenor allenfalls zurückhaltende Korrespondenz. Die öffentliche Hand hat gemäß meiner Anfrage beim Heimatpfleger im Übrigen keine Einflussmöglichkeiten auf den Ort, da es sich um Privatbesitz handelt.

Über meine Hochsensibilität wie auch meiner besonderen emotionalen Bindung zu Quellen habe ich vor Ort negative wie positive Erfahrungen erlebt: Allein unter Berücksichtigung der ästhetischen und ökonomischen Verhältnisse & der bisher erlebten Kommunikation wünsche ich mir erhebliche Verbesserungen am sensiblen Quellen-Ort im Sinne des Genius Loci – in der Ehrfurcht vor der Heiligen Quelle St. Leonhards & dem denkmalgeschützten Areal aus Brunnen, Heiligen-Statue & Kapelle.

RESPEKT vor dem Heiligen Ort, denn Quellen-Orte sind FREIE ORTE: Jedwede Vereinnahmung lehne ich entschieden ab. Denn dieser Quellen-Ort als Paradebeispiel verbindet die Menschen, die ihn ehren, hegen & pflegen. Ich möchte daher – wie bisher in ganzheitlich ausgerichteten Exkursionen & Führungen – in meinen Quellen-Erlebnissen die bewusste seelische Begegnung mit diesem Heiligen Ort St. Leonhards & dem historisch verbürgten Heilwasser fördern:

Es reicht ganz und gar nicht die historische Arteserquelle oder den Kraftort einfach nur zu zitieren. Erst die Menschen, die sich für seine Geschichte & ihre Gedächtnisse wahrhaftig interessieren, diesen Heiligen Ort wahrhaftig lieben, wert-schätzen, versuchen ihn zu verstehen, mit ihm fühlen, mit ihm leiden… SPÜREN – diesen empathischen Menschen kann sich das Phänomen der Heiligen Quelle St. Leonhards öffnen. Diese Menschen gehen in Resonanz mit der Vergangenheit unserer Vorfahren, die jene Orte als Gnadenstätten demütig begingen & transformieren in der langen Weile die Verhältnisse auf dem Weg in die Neue Goldene Zeit“

Der Quellenspürer über den Quellen-Ort im kulturellen Gedächtnis

Laut legendärer Überlieferung im Jahre 1734 erschien St. Leonhard – wie so oft in bayerischen Gefilden – aus der lichtvollen, geistigen Welt dem leidenden Christoph Riele und wies ihm die Quelle in Leonhardspfunzen, einem Ort der Heiligenverehrung St. Leonhards. Seit dieser Epiphanie erzählt der Quellen-Ort mustergültig wie vielgestaltig seine „Heilungsgeschichten“, z. B. durch Votivtafeln. Aber auch die mündliche Überlieferung zeugt vom eisenhaltigen Wasser für Mensch & Tier des im altbayerischen Volk verehrten St. Leonhard als Eisenheiliger.

Die Historische St. Leonhards-Quelle seit 1734: Symbolprächtig, geschichtsträchtig und nach alter & neuer Tradition heilkräftig.

In meiner ganzheitlich orientierten Forschung, allen voran in der Arbeit an einem kulturhistorisch-philosophischen Dissertationsprojekt, habe ich viele Gespräche führen dürfen, viel Material gesammelt und möchte diesbezüglich meine Analysen gerne bald in einem geplanten historischen Buchprojekt bewusst verwirklichen.

Folgende Aspekte thematisiert die St. Leonhards-Erinnerungskultur:

  1. Was sind „Quellengeschichten“?
    • Anwendergeschichten
    • Persönlich erfahrene Wahrnehmungen durch die Heilige Quelle St. Leonhards: „Heilungs- bzw. Gesundheitsgeschichten“
    • Spezifische Erfahrung des Ortsgeistes (Psychohistorie): Die St. Leonhards-Quelle als ein Ort edler Stille & Hingabe.
  2. Die Heilige Quelle St. Leonhards als kulturelles Erbe & als historische Heilungsstätte: Der Quellen-Ort als Lernort
    • Theorie des Kulturellen Erbes unter Berücksichtigung der vorchristlichen Bedeutung des Kultraumes (Die Bedeutung der Römerzeit & der Mithraskult)
    • Besondere Aufmerksamkeit & Achtsamkeit hinsichtlich des Denkmalschutzes: Der Gnadenbrunnen St. Leonhards, die Heiligen-Statue St. Leonhards aus dem 19. Jahrhundert & die St. Leonhardskapelle sowie der Erhalt der tradierten Zeugnisse, z. B. die Votivtafeln.
    • Ganzheitshistorische Aufarbeitung in Dokumentationen bzw. Publikation(en) im Sinne einer Geschichte zweiten Grades
  3. Die historische St. Leonhards-Quelle auf dem Weg in das Neue Goldene Zeitalter (gemäß Erzengel Metatron)
    • Klärung von energetischen Belastungen: Transformationen im Sinne des Heiligen Ortes & werteorientierte Kommunikation aller Menschen auf Augenhöhe
    • Frei & undogmatisch gelebte Spiritualität (statt Esoterik) am Quellen-Ort in gegenseitiger Rücksichtnahme & Respekt
    • Die ästhetische Würdigung des Quellen-Ortes durch Renaturierungsmaßnahmen ist sehr wünschenswert & anzuregen
    • Freies spirituelles Leben & kreative Begegnungen am Quellen-Ort in einem befriedigenden Klima (ohne störende wirtschaftliche Einflüsse oder religiös dogmatische Anhaftungen)
    • Die historische St. Leonhards-Quelle als ein freier Quellenwallfahrtsort im Sinne des Gemeinwohls einer gelebten Wertephilosophie für eine Wertegemeinschaft

Als Quellenspürer & Quellenhistoriker schaffe ich für Dich zusammen mit dem Heiligen Ort in Geschichte, Gedächtnis & Gegenwart einen besonders lichtvollen geschützten & energetischen Rahmen – so lade ich Dich herzlich zu einem besonderen Pilgererlebnis & seelischen Begegnung mit dem Ortsgeist & dem Lebendigen Wasser ein:

Gemeinsam mit Dir wird die Historische St. Leonhards-Quelle in der Gegenwart zu einem freien Quellen-Wallfahrtsort, wo wir gemeinsam das Lebendige Wasser ehren & spüren. Einfach mit dem Quellenspürer Bewusst-Sein 🙂

Der Historischen St. Leonhards-Quelle zu Ehren – in Gedenken der Würde des Heiligen Ortes,

Dein Quellenspürer vom St. Leonhards-Gnadenbrunnen seit 1734, Bad Leonhardspfunzen

*Das hochenergetische Quellen-Erlebnis nach Bad Leonhardspfunzen & Umgebung ist ein Halbtagesausflug mit Workshop-Charakter (4,5 Stunden): Um störende äußere Einflüsse sicher auszuschließen, erfolgt dieses besondere Quellen-Erlebnis ausschließlich wochenendtags.